Orte & Wege

Ein Ausflug in die Galgenbergschlucht

Sonntag, 28. Dezember 2025von Michael

Das Licht ist natürlich, diffus, winterlich. Kein Blitz, kein Aufhellen, keine Inszenierung. Die Stimmung entsteht aus dem vorhandenen Licht: grauer Himmel, niedriger Kontrast, kühle Temperaturen. Dadurch wirken die Bilder ehrlich und körperlich spürbar.

Die Farben sind entsättigt, erdig, leicht kühl, mit Betonung auf Grün-, Braun- und Grautönen. Hauttöne bleiben realistisch, nichts ist „schön gerechnet“. Das erinnert an analoge Farbnegativ-Filme oder bewusst reduzierte digitale Grading-Ansätze.

Die Komposition ist beobachtend statt führend. Viele Bilder wirken wie beiläufige Momente: Rückenansichten, Zwischenbewegungen, Blicke weg von der Kamera, Details von Boden, Eis, Pflanzen. Das erzeugt Nähe, ohne aufdringlich zu sein.

Die Kameraarbeit ist handheld, auf Augenhöhe, teils leicht schief, mit spürbarer Bewegung. Die Schärfe sitzt nicht immer perfekt auf dem Motiv – und genau das ist gewollt. Es verstärkt den Eindruck von Echtheit und Zeitlichkeit.

Inhaltlich ist es leise, intim, narrativ offen. Keine Pose, keine Dramatisierung. Kindheit, Natur, Übergang, Kälte, Unterwegssein. Es geht um Atmosphäre und Beziehung, nicht um das einzelne perfekte Bild.

Maria auf dem Weg entlang des Abhangs der Galgenbergschlucht